Bernds Blog

An dieser Stelle werde ich über meine Wanderung auf dem "Camino del Norte" berichten.


 


15. Juni 2019, 19:29

Tag 44: Santiago de Compostela - Porto

Heute Mittag hab ich Santiago nun entgültig verlassen, nicht zu Fuß, sondern mit dem Bus Richtung Portugal. Werde noch ein paar Tage in Porto verbringen.
Damit ist das "Camino del Norte-Abenteuer" nun entgültig an seinem Ende angekommen.

"Wie war's?" werden mich viele Fragen. Die kurze Variante der Antwort lautet: Wunderschön!

In den zurückliegenden sechs Wochen habe ich über 800 Kilometer, zu Fuß, zurückgelegt. Dabei mehr als 20.000 Höhenmeter überwunden, das sind zweimal Mount Everest rauf und wieder runter, und noch ein bisschen mehr.

"Und was hat der Weg mit dir gemacht", könnte die zweite Frage lauten. "Was hast du gefunden?"

Was ich hier nicht gefunden habe, sind konkrete Antworten auf konkrete Fragen, aber Vertrauen und Sicherheit, Zuversicht und Gleichgewicht.
Lust, das Leben zu leben, zu spüren, die Dinge anzunehmen und das Beste draus zu machen.
Ich hab keine Freunde für's Leben gefunden, aber für den Moment, für den nächsten Kilometer oder für den nächsten Tag. Viele schöne Gespräche geführt, belanglose und tiefgründige.
Tränen vergossen, die vor Freude, und die anderen auch.

Erkenntnis dieser Reise: Es hat sich gelohnt, jeder einzelne Schritt!

P.S.
Bei meinen Körper möchte ich mich noch bedanken, das er das alles mitgemacht und mich nicht im Stich gelassen hat.
Und natürlich beim Universum, für die vielen Bars, die aus dem Nichts auftauchten, den Regen, der nicht kam, den Sonnenschein, den Schatten, das "zufällige" Treffen von lieben Menschen, und, und, und...
Und bei all denen, die mich in Gedanken begleitet haben!

Bernd E.

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14. Juni 2019, 21:43

Tag 43: Santiago de Compostela - Finisterre - Muxía

Gestern Abend bin ich nochmal in die Kathedrale gegangen und hab das "Umarmen des heiligen Jakobus" nachgeholt. Danach noch bisschen durch die Stadt gegangen und dabei Karin aus Hamburg getroffen. Wir hatten in Santander einen netten Abend und uns seitdem nicht mehr wieder gesehen.
Da meine Füsse keine große Lust mehr auf wandern haben, bin ich heut mit dem Bus nach Finisterre und Muxía gefahren.
Unterwegs habe ich noch, in Carnota, den grösster Hórreo der Welt gesehen. Ein Hórreo ist eine Art Erntespeicher. Ein normalerweise kleines Gebäude auf Stelzen, an deren oberen Ende sich große Steinplatten befinden, damit die Mäuse nicht an die Vorräte gelangen können.
Angeblich war dieser riesige Speicher aber niemals ganz gefüllt, sondern von den Dorfbewohnern nur zum Protz gebaut worden. Frei nach dem Motto: "Schau her, meiner ist größer als deiner"!
Im Anschluss gab es noch einen kurzen Halt am Wasserfall des Rio Xallas, den "Cascada de Ézaro".
Danach ging es nach Finisterre, was soviel heißt wie "Ende der Welt". Da dies der westlichste Punkt des europäischen Kontinents ist, dachten früher die Menschen, das hier die Welt zu Ende sei. Danach ging es weiter nach Muxía. Dieses Küstengebiet wurde im November 2002 von einer Öl-Katastrophe heimgesucht, ausgelöst durch den gesunken Öltanker "Pretige". Zur Erinnerung steht an der Küste ein großes, steinernes Denkmal.
Die Küste Galiciens wird auch "Costa da Morte", Todesküste genannt, weil es hier so viele Schiffsunglücke gab. Schuld daran soll hauptsächlich das Wetter sein. Es ist keine Seltenheit, das man an einen galicischen Tag, alle vier Jahreszeiten erleben kann.
Kaum zurück in Santiago, ist mir Erika über den Weg gelaufen. Wir haben vor Santander, einige Nächte hintereinander in der selben Herberge übernachtet und auch schon ein paar Gläser Wein miteinander getrunken.

Frage des Tages: Ist jetzt wirklich Schluss?

Bernd E.

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13. Juni 2019, 18:20

Tag 42: Santiago de Compostela

Der Abend mit Carrie war sehr nett und wir haben lecker gegessen. Auf dem Weg ins Restaurant ist uns Annika über den Weg gelaufen. Mit ihr bin ich gemeinsam auf dem Camino von Bilbao nach Portugalette gegangen.
Und im Restaurant haben wir Lisa getroffen. Lisa habe ich am 2. Tag kennen gelernt und seitdem nicht mehr wieder gesehen. Sie war immer genau einen Tag hinter mir unterwegs.
Ist das immer alles Zufall? Manchmal komm ich mir vor, wie in der "Truman-Show"!
Heut früh hab ich im Hotel, zu dem meine Pension gehört, gefrühstückt. Dabei habe ich mich sehr nett mit einer italienischen Pilgerin unterhalten. Danach, auf die Suche nach einem Waschsalon, bin ich Linda und Loucilla begegnet. Kurzentschlossen sind wir gemeinsam in die Kathedrale gegangen, um den heiligen Jakobus zu umarmen.
Das macht man angeblich so. Ähnlich, wie alle Touristen in Bremen, dem Esel an die Füsse fassen.
Zufälligerweise, hatte Lisa, die gleiche Idee. Die Warteschlange war aber so endlos lang, das wir vier den Plan kurzerhand geändert haben und zur Pilgermesse, in die Kirche San Francisco, spaziert sind.
Leider war alles nur auf Spanisch und nicht ganz so feierlicher, wie ich es erwartet hatte.
Im Anschluß hab ich mit Lisa noch einen Kaffee getrunken und wir haben ein bisschen unsere Erfahrungen ausgetauscht.
Heut Nachmittag hab ich dann auch einen Waschsalon gefunden und den letzten Caminostaub aus den Klamotten gewaschen. Ganz spontan, hab ich mir dann noch die Haare schneiden lassen.
Den Abend werde ich bestimmt nicht alleine verbringen.

Erkenntnis des Tages: Es ist ein seltsames Gefühl, ohne Rucksack auf dem Rücken, durch die Gegend zu laufen.

Bernd E.

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12. Juni 2019, 18:02

Tag 41: Von Pedrouso nach Santiago de Compostela

Gestern Abend hab ich noch mit Wolfgang und Holger aus Berlin eine nette Unterhaltung, in der Bar gegenüber der Herberge, gehabt.
Heut früh war ich schon sehr zeitig wach und gegen halb acht saß ich bereits beim Frühstück. Kurz bevor ich mich, bei dichtem Nebel, auf den Weg machte, kamen auch die beiden Berliner in die gleiche Bar. Ich hatte Pedrouso noch nicht ganz verlassen, hab ich natürlich auch noch Loucilla und Linda getroffen. Anfangs war schon recht viel Pilgerverkehr, aber nach und nach wurde es immer lichter und auch ruhiger. Erst als der Camino am Flughafen von Santiago vorbei führte, wurde die Ruhe durch das Geräusch von startenden Flugzeugen unterbrochen. Ob da wohl viele glückliche Pilgerkollegen drin saßen?
Irgendwie war der Weg heute ziemlich nebensächlich, vielmehr kreisten die Gedanken um das nahe Ende des Caminos.
Die letzten Kilometer, durch die Randbezirke von Santiago, waren ebenfalls nicht der Rede wert.
Etwa einen Kilometer vor dem Ziel traf ich Carrie aus Colorado. Hatte sie in Luarca, vor zwölf Tagen, das letzte mal gesehen.
Sie hat mich bis zur Kathedrale begleiten und heute Abend werden wir uns zum Essen treffen.
So ein richtiges "Angekommen-Gefühl" hab ich noch gar nicht. Braucht vielleicht seine Zeit, zu verstehen, das der Weg jetzt am Ende ist.
Erkenntnis des Tages: Wo der eine Weg endet, beginnt ein anderer!

Bernd E.

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11. Juni 2019, 19:55

Tag 40: Von Arzúa nach Pedrouso

Tag 40. Das ist echt der Hammer! Seit 40 Tagen bin ich nun schon unterwegs.
Anfangs schien die Zeit unendlich lang zu sein und jetzt ist sie doch so schnell vorbei gegangen.
Heut früh dachte ich, bleib noch ein bisschen länger im Bett liegen, vielleicht sind dann die meisten Pilgerkollegen bereits unterwegs. Erst gegen halb neun betrat ich die Strasse und traute meinen Augen kaum: Eine endlose Menschenkette!
Die meisten in Turnschuhen, zum Teil der Bauch grösser als der Rucksack. Wo kommen die alle nur her?
In den Dörfern, durch die der Camino verlief, ist jetzt fast jedes Haus eine Bar, ein Restaurant oder eine Herberge.
Man kommt sich vor, wie in der Drosselgasse in Rüdesheim!
Eine Geräuschkulisse wie bei einer Vatertagstour!
Am frühen Nachmittag, hat ich dann für einige, wenige Kilometer den Weg doch wieder fast für mich. Die Turnschuhpilger machten wohl alle Mittagspause!
Hier in Pedrouso sieht es nicht viel anders aus. Herberge, Bar, Herberge, Restaurant, und wieder von vorne. Die Menschen auf der Straße überwiegend in Flipflops unterwegs, ein deutliches Erkennungsmerkmal für einen Pilger nach Feierabend.
Da ich heute meine letzte Nacht auf dem Camino verbringe, hab ich mal nachgezählt. Im Spiel, Herberge gegen Hotel, steht es kurz vor dem Abpfiff, 29:11 für Herberge!

Erkenntnis des Tages: Ich liebe Menschen, aber nicht alle auf MEINEM Weg!

Bernd E.

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10. Juni 2019, 21:43

Tag 39: Von Sobrado dos Monxes nach Arzúa

Gestern Abend bin ich im Kloster noch zum Abendgottesdienst gegangen.
Ich habe zwar kein Wort verstanden, aber es war trotzdem sehr schön.
Seit vielen Tagen treffe ich immer wieder zwei Holländerinnen, Loucilla und Linda. Wie auch heut früh in einer Bar in Sobrado, wo wir dann gemeinsam gefrühstückt haben. Sie haben erzählt, das zwei Pilgerinnen aus Holland, von einem vorbeifahrenden Auto erfasst wurden und eine von beiden dabei ums Leben gekommen sei. Ihre Angehörigen hätten sich große Sorgen gemacht, als sie davon im Niederländischen Fernsehen gehört haben. Nicht alle erreichen hier ihr Ziel.
Wie schon in den vergangenen Tagen, hatte der Camino auch heute nicht viel zu bieten. Endlose Wirtschaftswege und immer wieder auch auf die Landstraße. Es ist schon erschreckend, wie wenige Menschen hier nur noch auf den Dörfern leben. Man sieht keine Kinder oder Jugendlichen, die Dorfschulen nur noch Ruinen.
An meinem heutigen Zielort Arzúa, haben sich der Camino del Norte und der Camino Frances getroffen und verlaufen die letzten Kilometer gemeinsam nach Santiago. Die Zeiten der Einsamkeit sind nun wohl vorbei. Auf einen del Norte Pilgerer kommen zehn Frances. Dies merkt man auch daran, das es hier im Ort mindestens 30 Herbergen gibt.
Heut Nachmittag hab ich wiedermal das Angebot von Waschmaschine und Trockner genutzt und die restliche Zeit hinter der Herberge in der Sonne gesessen.
Wo und was ich zu Abend esse, war ich mir nicht sicher und ging einfach um die Ecke. Da es mittlerweile schon etwas kühl geworden war, entschied ich mich spontan in ein kleines Restaurant zu gehen.
Und wer steht da...Anna! Seit Luarca hab ich sie nicht mehr gesehen. Sie wollte eigentlich aufhören, hat sich dann aber doch entschieden, den Weg zu Ende zu gehen.
Nach wenigen Minuten betrat dann auch Hans aus Österreich, den ich auch seit vier bis fünf Tagen immer wieder treffe und wir oft in der gleichen Herberge übernachteten, das Lokal. Wir haben dann gemeinsam gegessen und uns nett unterhalten. Mal schauen, wie es morgen so wird, zwischen hunderten von Pilgern unterwegs zu sein. Übrigens wird meine Übernachtung, morgen in Pedrouso, die letzte auf dem Camino sein.

Erkenntnis des Tages: Zufälle gibt's, die gibt's gar nicht!

Bernd E.

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09. Juni 2019, 19:34

Tag 38: Von As Laxes nach Sobrado dos Monxes

Zum Glück gab es in der Herberge ein kleines Frühstück, den für den ganzen restlichen Vormittag sollte das, das letzte an Zivilisation gewesen sein. Eine sehr, sehr einsame und auch arme Gegend. Der Weg verlief leicht hügelig über Forst- und Wirtschaftswege. Keine Menschenseele weit und breit, mit Ausnahme von ein paar Pilgerkollegen.
Ab Mittag musste ich endlose Kilometer auf der Landstraße gehen. Auf dem Seitenstreifen stand hoch das Unkraut, so das man wirklich auf der Fahrbahn gehen musste und manche Autofahrer kamen einem schon unangenehm nahe.
Alles in allem hatte der Camino heute keinerlei Highlights zu bieten. Zum Glück blieb der vorhergesagte Regen aus, sodass ich wenigstens trocken an meinem heutigen Ziel angekommen bin.
Die Herberge im Kloster von Sobrado dos Monxes ist wirklich sehr, sehr einfach und auch der Rest in keinem besonders tollen Zustand. Aus nur einer von vier Duschen kam überhaupt etwas Wasser. Den fensterlosen Schlafraum teile ich mir mit weiteren zwölf Pilgerkollegen.

Erkenntnis des Tages: Es geht immer noch etwas einfacher!

Bernd E.

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08. Juni 2019, 20:15

Tag 37: Von Baamonde nach As Laxes

Heut früh war es lausig kalt, nur fünf Grad zeigte das Thermometer. Da es in öffentlichen Herbergen kein Frühstück gibt, packte ich meine Sachen und ging auf die Suche nach einer Bar die schon geöffnet hatte. Nicht weit wurde ich fündig. Ich war der einzigste Gast in der winzigen Kneipe und der Besitzer zählte mir auf, was er zum Frühstück anbieten könne. Unter anderem auch "Scrambled Eggs". Welch ein Fest! Zusammen mit "Café con Leche" und "Zumo de Naranja" ein gelungener Start in den Tag!
Nach dem Frühstück unterhielten wir uns noch nett. Er erzählte mir, das es früher im Vertrieb und vor allem sehr viel gearbeitet hätte. Seine beiden Töchter hätte er fast nur am Wochenende gesehen. Irgendwann hat sein Körper die Notbremse gezogen. In der Burnout-Klinik, beim spazieren gehen, sei ihm die Idee gekommen, am Camino eine kleine Bar zu eröffnen. Im Juli feiert er zweijähriges Jubiläum. Der Mann brauchte nicht zu erzählen das er glücklich mit seinem Leben ist, er strahlte das aus!
Etwas später als sonst, machte ich mich auf den Weg. Da ich ja ausreichend Zeit im Gepäck habe, hab ich mich für eine, etwas längere, Alternativstrecke entschieden. Und die Entscheidung hat sich gelohnt, wie sich bald herausstellte. Durch den dichten Nebel und den vielen Regen kam ich mir vor, wie in einem Zauberwald. Es war ganz still und es entwickelte sich eine ganz besondere Stimmung. Wunderschön!
Die letzten Tage hab ich oft gedacht, das Wetter ist blöd, der Weg ist langweilig, alles doof. An anderen Tagen schien die Sonne, der Himmel war blau, automatisch alles in Ordnung?
Es kommt auf so vieles an, damit es schön ist und es braucht manchmal ganz wenig, das es blöd wird. Manche Tage brauchen auch mal eine zweite Chance!
Da ich mich heute für eine etwas kürzer Etappe entscheiden hatte, kam ich entsprechend früh in der Herberge an. Diese ist ziemlich neu und Tip Top! Also gleich die Situation ausgenutzt und die Waschmaschine und anschließend den Trockner in Betrieb genommen. Man kann sich als Aussenstehender bestimmt nicht vorstellen, was hier frisch gewaschene Wäsche für einen Stellenwert hat.
Morgen Abend möchte ich versuchen, in Sobrado dos Monxes, in einem Kloster zu übernachten.

Erkenntnis des Tages: Zwischen schwarz und weiß liegt viel mehr als nur grau!

Bernd E.

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07. Juni 2019, 19:25

Tag 36: Von Vilalba nach Baamonde

Der Vormittag verlief ähnlich der letzten Tage, wobei heute die Schauer doch etwas heftiger ausfielen. Dafür schien in den Regenpausen immer mal wieder die Sonne. Ein ständiges Wechselspiel. Der Camino verläuft hier viel unter Bäumen, da ist man etwas geschützt, jedoch hat der viele Regen der letzten Tage seine Spuren hinterlassen. Gegen Mittag kam ich an eine Stelle, da war der Camino auf etwa hundert Metern knöcheltief unter Wasser und ich musste einen kleinen Umweg über die Landstraße in Kauf nehmen.
Am Nachmittag sind die Regenschauer noch etwas heftiger geworden und ich war froh, in Baamonde angekommen zu sein. Die öffentliche Herberge ist ganz gemütlich und hat unter dem Dach einen riesigen Schlafsaal mit etwas um die 40 Betten. Noch ist aber nicht jedes Bett belegt.
Da ich meine Etappen, ja nach den vorhandenen Schlafmöglichkeiten ausrichten muss, hatte ich für morgen die Wahl zwischen 15 und 40 Kilometern. Da man noch nicht absehen kann, wie sich das Wetter entwickelt, hab ich mich für die erste Option entschieden.

Erkenntnis des Tages: Keine Hundert Kilometer mehr, bis nach Santiago!

Bernd E.

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06. Juni 2019, 22:04

Tag 35: Von Aberdín nach Vilalba

Beim Frühstück in der Herberge lief schon der Fernseher, wie sie es in allen spanischen Kneipen permanent tun, und die Wettervorhersage zeigte ein Sturmtief über dem Atlantik. Für Galicien wurde Sturm und Starkregen für die nächsten Tage prognostiziert. Da verfinsterten sich die fröhlichen Pilgergesichter ein wenig.
Egal, Poncho drüber und los geht's!
Gestern noch drüber nachgedacht und heut...direkt nach der Herberge ging es bergab! Und die Sonne schien etwas durch die Wolken, die aber dick und schwarz waren.
Doch der Regen setzte erst später ein und bei weitem nicht so schlimm, wie vorhergesagt.
Immer wieder gab es längere Regenpausen.
An meinem heutigen Ziel, in Vilalba, waren beide privaten Herbergen ausgebucht, nur in der öffentlichen, die hier vom Zivilschutz betrieben wird, war noch Platz. Da diese aber weit ausserhalb der Stadt lag, hab ich mich für eine Pension in der Altstadt entschieden. Pilgerfreier Abend, sozusagen.
Nach einem netten Abendessen inklusive eines noch netteren Nachtisches werde ich noch etwas den Luxus meiner Unterkunft genießen.

Erkenntnis des Tages: Man sollte nicht zu viel auf Prognosen vertrauen!

Bernd E.

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