Trainingslager 2016 in Damp an der Ostsee 

Wer ein romantisches Fischerdorf sucht, braucht nicht nach Damp an die Ostsee zu reisen und wer die Betonbauten aus den Siebzigern nicht mag, sollte schon gar nicht nach Damp reisen. Wenn aber ein Läufer sich mal ganz entspannt auf die wichtigsten Dinge seines Läuferlebens konzentrieren möchte, und das sind für Nichtläufer kurz aufgeführt: laufen, essen und schlafen, dann kann man gut eine Reise nach Damp an der Ostsee unternehmen.  

 

 

Das hat sich auch eine Gruppe von Läufern der TSG gedacht und sich am Donnerstag, den 3. März ins Auto gesetzt um den Weg an die Ostsee anzutreten. Es ist mittlerweile schon eine schöne Sitte, die Anreise zum Trainingslager für ein gemeinsames Frühstück zu unterbrechen. Unsere Wahl fiel auf die Raststätte Holmmoor Ost, an der A7, kurz hinter Hamburg. Genau der richtige Ort um den Alltag hinter sich zu lassen und leckere, frisch zubereitete Rühreier mit Schinken, leckeren Kaffee und frisch gepressten Orangensaft, zu genießen.

Sehr kurzweilig war der Rest der Fahrt und gegen Mittag erreichten wir unser Ziel, das Ostsee-Resort-Damp. Übrigens kam die Idee, hier unser Trainingslager durchzuführen, von Dagmar. In diesem Jahr sollte es auch kein Hotelaufenthalt werden, sondern schmucke Ferienhäuser sollten für die nächsten Tage unser Zuhause sein. Wirklich schick präsentierten sich die kleinen, bunten Reihenhäuser. Großes Wohnzimmer mit Kaminofen und Einbauküche im Erdgeschoss, helle Schlafräume und tolles Badezimmer im Obergeschoss. Schnell wurden ein paar Besorgungen erledigt, jede Menge Obst und viel Wasser!  

Danach mussten wir natürlich erstmal ans Meer! Ein etwa 14km langer Dauerlauf, in angenehmem Tempo, sollte unsere erste Trainingseinheit sein.

 

 

 

Zum Abendessen hatte man uns einen schönen großen Tisch zusammengestellt und wir konnten das reichhaltige Büffet in vollen Zügen genießen. Danach ging es in den Wellness-Bereich. Manch einen zog es schon nach dem ersten Saunagang auf den Liegestuhl, andere erkundeten sämtliche Temperaturzonen der Saunalandschaft. Besonders schön war, dass man von zwei Saunen einen direkten Blick aufs Meer hatte, toll! Gegen 22 Uhr zog es dann alle Richtung Schlafstätte, Meer macht müde!

 

 

Früh startete der zweite Tag. Bereits vor dem Frühstück standen gymnastische Übungen unter freiem Ostseehimmel auf dem Programm. Danach schmeckte das Frühstück umso besser. Sehr reichhaltig war das Angebot, aber mit Blick auf den Trainingsplan, konnte man vieles nur mit den Augen genießen. Outdoor-Crossfit war angesagt. Ein Wechsel von laufen, rennen und diversen Verrenkungen, man könnte auch Kräftigungsübungen sagen. Am Strand angekommen kam der Part: „Only for Heino“, für Außenstehende bedeutet das Kurzsprints im tiefen Sand. Hier kam unser Sprinterkönig zu 100% auf seine Kosten! Nach etwa einer Stunde schloss sich noch ein ruhiger Lauf durch Wald und Flur an, bevor am frühen Nachmittag unsere Massagetermine auf uns warteten. Sehr angenehm, sich nach der Anstrengung des Vormittags etwas durchkneten zu lassen.

 

Einige gingen danach wieder auf die Piste, andere verweilten in der Saunalandschaft. Nach dem Abendessen wollten wir uns noch etwas in der Gymnastikhalle vergnügen, aber leider konnte niemand an der Rezeption den Schlüssel finden. Aber wir sind ja flexibel, also Ofen an und rauf aufs Sofa. Unsere Mädel WG hatte uns für den Rest des Abends in ihr Häuschen eingeladen.

 

Auch der Samstag begann nach gewohntem Muster: Frühsport und danach direkt zum Frühstück.  

 

 

So ein Trainingslager birgt auch immer wieder Überraschungen für die Teilnehmer. Indoor-Crossfit stand für den Rest des Vormittags auf dem Trainingsplan. Und heute hatten wir nicht nur Glück, sondern auch einen Schlüssel für die „Olympia-Halle“! Das Gewicht der Utensilien-Kiste ließ schon nicht viel Gutes verheißen. Jetzt wurde es echt anstrengend. Warum müssen Läufer noch andere Körperteile als ihre Beine trainieren? Diese Frage stellte sich dem ein oder anderen. Über 90 Minuten dauerte die Quälerei, Muskelkater garantiert!  

 

Seltsamer Weise hatten sich einige ausgerechnet für den Samstagnachmittag eine etwas längere Trainingseinheit verordnet. Bis zu 30 Kilometer galt es abzureißen. Doch am Abend wurden alle erst mit einem leckeren Abendessen belohnt und im Anschluss konnte jeder, nach einigen Dehnungsversuchen, seinen Weg zu seinem individuellen Traumziel antreten. Außenstehende können das bestimmt nicht nachempfinden, für den Rest nur einige Erinnerungen: Holzsteg, kleines Boot, viel Wasser, Strand, Sonnenuntergang, Sternenhimmel…Bei manchen setzte auch schon der Tiefschlaf ein! Den Rest des Abends verbrachten wir wieder gemeinsam vor dem Kaminfeuer.  

 

 

„Lauf in den Sonnenaufgang“ war für den Sonntagmorgen angedacht. Pünktlich um 6:56 Uhr standen wir vor der Tür! Nur leider versteckte die Sonne sich hinter den Wolken. Egal, ein Lauf am Strand ist auch ohne Sonne schön! Danach ging`s frisch geduscht zu unserem letzten Frühstück.  

 

Viel zu schnell sind sie wieder vergangen, unsere Tage im Trainingslager 2016. Uns, den Mitgereisten, werden die Tage in freudiger Erinnerung bleiben und vielleicht macht sich der ein oder andere nochmal auf den Weg, mit dem kleinen Boot, zu dem Platz, den nur er selbst kennt.

Ich freu mich schon auf nächstes Jahr…Bernd

 

Nicht die Summe der gelaufenen Kilometer macht ein Trainingslager aus!  

 

 

 

 

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